2SII
Das Projekt entstand im Wintersemester 2014/2015 in Kooperation mit der SIEMENS AG.
2SII ist ein unterstützendes sonografisches Ultraschallgerät für interoperative Bildgebung. Aus den im Semester über Recherche, Hospitationen und Workshops gesammelten Erfahrungen ergaben sich mehrere wesentliche Fragen, die für dieses Projekt ausschlaggebende Impulse lieferten. Einerseits die Frage, wie sich das Ultraschallgerät besser auf die Bedürfnisse von Arzt und Patient einstellen kann, und dazu, wie sich der Arbeitsplatz Ultraschallgerät ganzheitlich verbessern lässt. In diesem Kontext spielen sowohl die Bedienung des Systems, die Verortung der Bildgebung, als auch ergonomische Aspekte eine große Rolle. Dafür sind insbesondere die nutzerorientierte Platzierung der Komponenten als auch die Verortung des Geräts im Raum von großer Bedeutung. Die Ausrichtung auf den besonderen Anwendungsfall chirurgische Medizin bietet dabei die Möglichkeit, die Rolle des Geräts in einem sehr speziellen Kontext zu erforschen, Lösungen zu entwickeln und aus diesen allgemeine Rückschlüsse für weniger stark spezialisierte Fälle zu ziehen. Für die Neukonzeption des Ultraschallgeräts im interoperativen Kontext unter Berücksichtigung der vorangegangenden Erkenntnisse und den Eindrücken der Hospitation ergaben sich folgende Schwerpunkte:
Das Bildgebungsinstrument muss jederzeit leicht erreichbar und bedienbar sein, wenn es benutzt wird, und im inaktiven Zeitraum die Operateure nicht bei ihrer Arbeit behindern. Dafür muss die Kabelhin-und Rückführung unterstützt funktionieren und ein erreichbarer Ablageplatz für die Sonde vorhanden sein. Für die Bedienung und Bildgebung müssen neue, der besonderen Raumsituation angepasste Lösungen gestaltet werden. Kurzum muss der „Arbeitsplatz Ultraschallgerät“ im ganzheitlich optimiert werden, und für seine spezielle Rolle im Kontext der interoperativen Bildgebung neugedacht werden. Zusätzlich muss das Gerät während der Operation seiner Aufgabe als steriles Operationsinstrument nachkommen und bei Nichtbenutzung sicher abgelegt werden können. Die Konzeption auf Wahrung der Sterilität ist nicht nur während der Operation, sondern auch für die folgende Sterilisation von höchster Bedeutung. Die Schnittstellen zwischen den sterilisierbaren und den nicht-sterilisierbaren Bauteilen müssen auf diese Forderung optimiert werden.
Hier ein kurzer Auszug des Projekts mit einigen Fotos des 1:1 Modells.




