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MOBILE CARGO HUB – EIN SELBSTBELADENDER GÜTERZUG
Ein immer größerer Teil der Transporte wird über die Straße abgewickelt. Die immer höhere Anzahl von LKW auf den Straßen führt zur immer größeren Belastung des Straßennetzes und zu mehr Staus und Schadstoffaufsstoß. Hinsichtlich dieser Tatsache nehmen Großraum- und Schwertransporte wegen ihrer besonderen Größe eine spezielle Stellung ein. Ihre Zahl ist deutlich gestiegen, vor allem durch den Neubau und die Erneuerung von Windkraftanlagen. Die Straße wird dem Anspruch einer nachhaltigen Logistik bei diesen Gütern nicht gerecht. Alleine die Logistik macht bei der Errichtung eines Windparks 20 Prozent der Kosten aus. Angesichts dieses Logistikaufwands ist eine reine Abwicklung über die Straße wenig nachhaltig und umweltfreundlich. Für einen zukunftsweisenden Frachttransport muss bei Mittel- und Langstreckentransporten die Schiene wieder in den Vordergrund rücken.
Mobile Cargo Hub ist das Konzept eines selbstbeladenden Güterzuges, der den Transport von Windkraftanlagen von der Fabrik bis zur Baustelle ohne zusätzliche Kräne oder Verladeinfrastuktur eigenständig ausführen kann. Hierzu verfügen die Waggons des Zuges über eine zweite Schiene, die es möglich macht, Ware über den Zug zu transportieren.Durch zwei auf dem Zug fahrende Portalkräne ist der Zug in der Lage, die Fracht vom Zug auf spezielle LKW zu überladen, und kann so jede abgelegene Schiene zu einem Umschlagplatz machen. Die Schnittstelle zwischen Zug und LKW bildet hierbei ein ausfahrbarer Überladewaggon. Ähnlich wie beim Ein-und Aussteigen von Passagieren ermöglicht das mitgeführte Beladesystem an jedem Haltepunkt auch in periphären wirtschaftsarmen Gebieten ein Be- und Entladen ohne Bedarf von Verladetechnologie.
Dieses Projekt entstand im Wintersemester 2013 im Rahmen der Bachelorthesis.

















